Vertrauen ist gut, Training ist besser!
Vertrauen ist gut, Training ist besser!

11 Gründe für einen Hund – der Expertenrat

Mitleid mit einem Tierheimhund, den ich im Internet gesehen habe und den ich mir bestelle.

  • Das kann gut gehen, muss aber nicht. Sie treffen für die nächsten 10 Jahre – mindestens –  eine weitreichende Entscheidung. Sie sind ein verantwortungsvoller Mensch. Wenn Sie sich dafür entscheiden, zögern Sie bitte nicht – trotz aller Papiere, die Sie erhalten – , den Hund sofort einem Tierarzt vorzustellen und ein Blutbild machen zu lassen. Die Blutparasiten, die er mitbringen könnte, sind Zoonosen und auf den Menschen, besonders Kinder,  übertragbar. Sie müssen mit zum Teil schweren Entwicklungsstörungen rechnen, weil die Hunde kaum menschlichen Kontakt hatten. Vielen fehlt das Vertrauen in den Menschen. Sie wollen sich – besonders an der Leine – nicht führen lassen. Wappnen Sie sich mit viel Geduld!

Ich finde eine Rasse schön, sie hat ein schönes Fell, schöne Augen.

  • Denken Sie immer daran, dass jeder Hund nicht nur Rasse ist, sondern dass er für einen bestimmten Beruf gezüchtet wurde. Hütehund und Jagdhund sind nur zwei Berufe, denen fast alle Rassen nachgehen: Retriever, Labradore, Australien Shepherds. Es gibt Gesellschaftshunde wie Möpse und viele Kleinhunde.
  • Können Sie der Anforderung des Berufs dieser Rasse nachkommen? Sind Sie bereit, Ihren Hund besonders geistig zu trainieren und nicht nur „Gassi“ zu gehen? Sie machen nicht nur sich sondern auch den Hund unglücklich, wenn Sie ihn nur nach Schönheit aussuchen. Studieren Sie die zahllosen Bücher mit Rasseempfehlungen und lesen Sie besonders die Anforderungen, die der Hund an Sie stellt.

Ich habe in einer Hochglanzzeitung gelesen, dass es Rassen gibt, die gute Familienhunde sind.

  • Kein Hund ist ein geborener Familienhund. Erst, wenn ich ihn geistig trainiere, ihn beschütze, angemessen bewege und ihn in seiner Eigenart ernstnehme, kann er Familienhund werden. Wenn man es halbherzig betreibt, keine genaue Unterweisung in einer guten Schule für Menschen mit Hund bekommt, wird der Hund auffällig. Besonders die Leinenaggression weist darauf hin, dass ich als Besitzer vieles in Sachen Schutz falsch mache.

Ich war im Tierheim und habe einen Hund – zur Probe – mitgenommen.

  • Es ist ein Weg zu einem passenden Hund. Die Gefahr dabei ist, dass man hier von einem Hund ausgeht, den man schon mal hatte und der „ganz toll“ (nämlich unproblematisch) war. Hunde aus dem Tierheim haben alle Schlimmes durchgemacht, den Halt verloren, sind vielleicht gequält worden. Ich habe schon oft erlebt, dass sich die Hunde in der neuen Umgebung zurückgehalten haben, mit zunehmender Sicherheit und abnehmender Aufmerksamkeit des neuen Besitzers auffällig wurden. Wichtig ist, dass Sie so viel wie möglich in Erfahrung bringen und sich mit einem Profi verabreden, der den Hund mit Ihnen zusammen beobachtet. Wenn er Ihnen Mut macht, aber sagt, wie lange es dauern kann, einem Hund wieder Schutz und Vertrauen zu vermitteln, können Sie es wagen. Es ist ein langer Weg mit vielen Rückschlägen – aber es lohnt sich meistens! Bitte vergleichen Sie nicht mit einem Ihrer anderen Hunde – jedes Tier ist ein absolutes Individuum – unvergleichbar, unvergleichlich!

Ich will spazieren gehen. Da ich das allein nicht gern tue, hole ich mir einen Hund.

  • Bei einer solchen Aussage blutet mir immer das Herz, weil sie nichts erhält, was einen Hund respektiert und fördert. Er wird nur zur Bewegung „missbraucht“. Da man den Hunden nichts beibringen und sie nicht fördern will, benutzen sie die erste Gelegenheit um von mir wegzulaufen – sie kommen dann an eine Ausziehleine, an der sie ihr Leben fristen ohne Spiel und Spaß. Sie sagen: „Aber das ist doch besser als im Tierheim!“ –
  • Ich sage einmal ganz ketzerisch: Im Tierheim sind sie mit anderen Hunden zusammen und haben ein gewisses Maß an Ansprache – an einer Ausziehleine gibt es immer dieselben Wege, der Hund verarmt geistig.

Ich möchte unbedingt einen Mischling, weil die immer gesünder sind.

  • Das ist nicht gesagt. Auch Mischlinge geraten nicht immer und vereinen dann alle negativen Eigenschaften ihrer Ahnen. Wenn Sie sich für einen Mischling interessieren, verlassen Sie sich zunächst auf Ihr Bauchgefühl. Dann sollten Sie den Hund auf jedem Fall einem Tierarzt vorstellen.

 

(durch das Veterinäramt des Landkreises Cloppenburg)

Tel.: 0170 / 867 4338

 

(bitte nutzen Sie für die Kontaktaufnahme nach Möglichkeit WhatsApp oder SMS) 

 

Alternativ nutzen Sie den:

Meine Öffnungszeiten

Mo.-Fr. :

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Ich freue mich, bald von Ihnen zu hören!

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